Unser Programm, Themen, Schwerpunkte

Wir wollen für Nußdorf:

  • Ein lebenswertes Dorf für alle Generationen
  • Die Sicherung von Arbeitsplätzen
  • Durchführung ökologischer Maßnahmen
  • Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaft
  • Sicherung und Ausbau der Nahversorgung
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  • Ein lebenswertes Dorf für alle Generationen

    durch die Förderung von jungen Familien, bedarfsgerechten Betreuungsplätzen für Kinder sowie die Unterstützung der Jugend- und Seniorenarbeit.

  • Die Sicherung von Arbeitsplätzen

    durch die behutsame Ausweisung von Bau- und Gewerbegebieten in verträglichem Rahmen, in erster Linie für Einheimische.

  • Durchführung ökologischer Maßnahmen

    an den gemeindeeigenen Bauten. Schwimmbad und Gemeindeamt benötigen dringend eine zeitgemäße Anlagentechnik und Wärmedämmung zur Energieeinsparung.

  • Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaft

    für kommende Generationen und den örtlichen Tourismus.

  • Sicherung und Ausbau der Nahversorgung

    zur Erhaltung unserer Lebensqualität.

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Wir stehen für:

  • eine unabhängige, sachbezogene und am Gemeinwohl orientierte Politik von Nußdorfern für Nußdorfer

  • Transparenz in der Gemeindepolitik und Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg

  • einen engagierten Meinungsaustausch und Offenheit für die Anregungen und Belange unserer Mitbürger

  • einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Umgang mit unserer Natur

Energiewende in Nußdorf

Nicht erst seit dem Reaktorunfall in Fukushima und seit sich die Bundesregierung zur Energiewende entschieden hat, sondern schon seit Jahren beschäftigen sich die Parteifreien Nußdorfer mit der Energieproblematik. Konnten wir uns noch 2010 mit einem Antrag auf Ablehnung der ... » mehr »

Energiewende in Nußdorf

Nicht erst seit dem Reaktorunfall in Fukushima und seit sich die Bundesregierung zur Energiewende entschieden hat, sondern schon seit Jahren beschäftigen sich die Parteifreien Nußdorfer mit der Energieproblematik. Konnten wir uns noch 2010 mit einem Antrag auf Ablehnung der Restlaufzeit des Kernkraftwerks Isar 1 nicht im Gemeinderat durchsetzen, so wurden doch in den letzten Jahren auch einige Erfolge verbucht:
- Am 23.06.2009 folgte der Gemeinderat einem Antrag der Parteifreien, dass die gemeindlichen Einrichtungen künftig mit Strom aus Wasserkraft versorgt werden sollen.
- Der Kindergarten hat auf unsere Anregung hin eine Holz-Pellets-Heizung statt eines Ölbrenners erhalten.
- Für das Schwimmbad ist die Umrüstung der Heizung auf Solarenergie statt der energieaufwändigen Wärmepumpen beschlossen worden.
- Auf das Dach der neuen Kinderkrippe wurde nach unserer Anregung eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung gebaut.
Auch künftig wollen wir in dieser Richtung weiterarbeiten. So ist eine vordringliche Aufgabe die energetische Sanierung des Gemeindehauses. Vielleicht kann auch das Schulhaus in Zukunft mit einer Holz-Heizung ausgerüstet werden. Wir werden uns in allen Bereichen dafür einsetzen, dass künftig in der Gemeinde Nußdorf weniger Energie verbraucht wird.
Text: Alois Linder... « weniger «

Asphaltmischanlage

Seit zwei Jahren beschäftigt den Gemeinderat eine Anfrage der Inn-Asphaltmischwerke GmbH, die das Asphaltmischwerk im Schotterwerk Holzner betreibt. Sie hat beantragt, den bisherigen Brennstoff Heizöl durch Braunkohlestaub zu ersetzen und zusätzlich die Altasphaltzugabe ... » mehr »

Asphaltmischanlage

Seit zwei Jahren beschäftigt den Gemeinderat eine Anfrage der Inn-Asphaltmischwerke GmbH, die das Asphaltmischwerk im Schotterwerk Holzner betreibt. Sie hat beantragt, den bisherigen Brennstoff Heizöl durch Braunkohlestaub zu ersetzen und zusätzlich die Altasphaltzugabe von 50% auf 70% zu erhöhen.
Braunkohlestaub ist zwar in Deutschland als Regelbrennstoff deklariert, aber seine Schadstoffbilanz ist alarmierend: Schon bei der Herstellung von 1 Tonne Braunkohlestaub fallen 2 Tonnen CO2 an. Um die Heizleistung von Heizöl zu erreichen, benötigt man mehr als die doppelte Menge an Braunkohlestaub, was eine Verdopplung des Schwerlastverkehrs (mit Lärm-, Staub- und Abgasbelastung) zur Folge hätte. Bei der Verbrennung von Braunkohlestaub steigt der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Heizöl erheblich. Hinzu kommen Emissionen von Schwefel und krebserregenden Stoffen. Dies bewirkt auch die Erhöhung des Altasphaltanteils.
Die Umweltbedingungen in Nußdorf sind ganz besondere und nicht zu vergleichen mit anderen Standorten von Asphaltmischwerken. Zum Einen herrschen hier besondere Wetterbedingungen: Der Erler Wind und häufige Inversionslagen beeinflussen die Verbreitung von Abgasen ganz erheblich. Zum Anderen ist da die Tallage: Das Inntal ist durch die Autobahn, die Bahnstrecke und die beiden Kreisstraßen ohnehin schon belastet, was Verkehr, Lärm und Feinstaub betrifft.
Bereits jetzt sind Geruchsbelästigungen durch die Anlage im Dorf wahrzunehmen. Unkontrolliert aus dem Werk austretende Abgaswolken verunsichern die Bürger. Eine zusätzliche Belastung ist auch im Interesse unserer Kinder nicht hinnehmbar.

Im Gemeinderat herrscht Einstimmigkeit darüber, was die Ablehnung der beantragten Veränderungen betrifft. Einstimmig wurde eine Klage vor dem Verwaltungsgericht angestrebt. Einstimmig wurde ein von den Parteifreien Nußdorfern vorgeschlagener externer Gutachter beauftragt. Unterstützung bekommt diese Haltung noch aus der Bevölkerung durch die Gründung einer Bürgerinitiative. Dieser überparteiliche Einsatz für unsere Gesundheit und Umwelt gegen rein wirtschaftliche Interessen ist beeindruckend!

Inzwischen liegt das Urteil des Verwaltungsgerichts vor: Das Gericht folgte einem vom Landratsamt in Auftrag gegebenen TÜV-Gutachten, demzufolge die Emissionen der Anlage nach der Brennstoffumstellung unterhalb der Grenzwerte lägen. Allein der Geruchsbelästigung muss noch nachgegangen werden. Die vom Landratsamt ausgesprochene Auflage einer kontinuierlichen Messung hob das Gericht auf. Das Landratsamt erwägt jedoch in die Berufung zu gehen.
Text: Barbara Schiedermair... « weniger «

Gewerbegebiete in Nußdorf?

Leben und Arbeiten am Ort war vor 150 Jahren selbstverständlich. Der Schmied wohnte über seiner Werkstätte, der Wirt in seinem Gasthaus, der Müller und Sagler gleich nebenan. Und sie alle hatten eine Landwirtschaft anbei. Die Strukturen haben sich geändert. Die Verwaltung hat ... » mehr »

Gewerbegebiete in Nußdorf?

Leben und Arbeiten am Ort war vor 150 Jahren selbstverständlich. Der Schmied wohnte über seiner Werkstätte, der Wirt in seinem Gasthaus, der Müller und Sagler gleich nebenan. Und sie alle hatten eine Landwirtschaft anbei. Die Strukturen haben sich geändert. Die Verwaltung hat zugenommen, die Landwirtschaft stark abgenommen. Man arbeitet nun auswärts und möchte ungestört wohnen. Betriebe siedeln aus in sogenannte Gewerbegebiete. Diese schließen mit dem Anbindegebot an den Ort an und bilden damit den ersten Eindruck beim Eintritt in die Gemeinde.
Wohin wollen wir unser Dorf entwickeln?
Diese Frage hat den Gemeinderat in den letzten Jahren tief bewegt. Einen Anstoß gab der Tagesordnungspunkt „Gewerbegebietsausweisung für örtlichen Bedarf“ vom 19. Juni 2012. Ein Gebiet von 15000 m² am Ortsrand Richtung Neubeuern wurde vorgestellt. Es sollte im Anschluss an die Bebauung Steinplatz/Osterried - mit einem schmalen Grundstückstreifen dazwischen als Pufferzone zum allgemeinen Wohngebiet - ausgewiesen werden. Diese Fläche ist nicht Teil des Landschaftsschutzgebietes Inntal. Die Abstimmung für die Beplanung zum Gewerbegebiet fiel mit 7 : 6 knapp aus.

Zu diesem Vorhaben luden die Parteifreien Nußdorfer zu einer Informationsveranstaltung ein, in der sich eine „Interessengemeinschaft zur Verhinderung eines Gewerbegebietes an der Neubeuerer Straße“ gründete. Diese Interessengemeinschaft gab dem Gemeinderat durch ihren Antrag auf Beendigung der Planung nochmals Gelegenheit, über diesen Schritt abzustimmen. Die Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses zur Ausweisung eines Gewerbegebietes an der Neubeuerer Straße wurde schließlich mit 8 : 6 beschlossen.

Viele verschiedene Möglichkeiten wurden inzwischen erörtert. Das Ergebnis ist, dass Nußdorf durch seine wunderbare Lage sehr eingeschränkt ist in seiner baulichen Entwicklung. Aber sollten wir nicht gerade darin unser Kapital sehen? Die Menschen aus den Industriegebieten kommen doch gerade dahin, wo es schön ist, um sich zu erholen! Die Schönheit unseres Ortes gründet auf dem ursprünglich dörflichen Charakter und der Einbindung in die attraktive Landschaft. Und die Einkommensteuer ist der Gemeinde sicher, wohingegen die Gewerbesteuer stark schwankt und zum Teil an den Landkreis abgegeben werden muss.
Ein Bedarf von Gewerbebetrieben zur Ansiedelung wird immer bestehen und die dafür zur Verfügung stehende Fläche wird nie ausreichen. Nußdorf besitzt ein gut integriertes Mischgebiet am Inn, das zukünftig noch Entwicklungsmöglichkeiten für das Gewerbe birgt. Wer weiß, wann die Zeit reif dafür ist!
Text: Michaela Firmkäs... « weniger «

Nahversorgung und Lebensqualität

Was ist das Besondere an unserem Dorf?
Nußdorf weist zum einen den dörflichen Charakter mit all seiner Gemütlichkeit, Freundlichkeit, Überschaubarkeit auf, zum anderen bietet es seinen Bewohnern alle Möglichkeiten ... » mehr »

Nahversorgung und Lebensqualität

Was ist das Besondere an unserem Dorf?
Nußdorf weist zum einen den dörflichen Charakter mit all seiner Gemütlichkeit, Freundlichkeit, Überschaubarkeit auf, zum anderen bietet es seinen Bewohnern alle Möglichkeiten zur lokalen Nahversorgung. Dazu gehören die Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, die zahlreichen Betriebe mit ihren breit gefächerten Angeboten und natürlich auch unsere Gaststätten, die mit ihren kulinarischen Angeboten locken.
Unser Dorf zeichnet sich auch durch einen besonders großen Naherholungswert aus. So bietet Nußdorf eine landschaftlich höchst reizvolle Umgebung: Bei Spaziergängen lassen sich heimische Gärten bewundern, unsere grünen Innauen laden zum „frische-Luft-Schnappen“ ein, Heuberg, Mühltal, Sulzberg & Co bieten im Sommer wie im Winter viele Sportmöglichkeiten.
Für unsere Kinder gibt es in und rund ums Dorf noch viel mehr zu „entdecken“, z.B. die Spielplätze, Bolzplätze, der Steinbach mit seinen Gumpen mit Spiel- und Bademöglichkeiten. Unser Dorfanger, die Turnhalle, der Waldpark und der „alte Sportplatz“ dienen unserer Jugend als beliebte Treffpunkte. Unser Freibad ist bei Jung und Alt beliebt und seit fast zwei Generationen für viele Familien als Freizeitaktivität Nr.1 nicht mehr wegzudenken.

Die Zeiten ändern sich...
Wirtschaftliche Veränderungen in unserer Gesellschaft machen auch vor Nußdorf nicht halt. Was bei unseren Landwirten leider schon vor Jahrzehnten begann, greift immer stärker auf klein- und mittelständische Gewerbe und den Handel über: Das Betriebssterben!
Man stelle sich vor, die Geschäfte im Dorfzentrum würden geschlossen. Was könnte das für uns Nußdorfer Bürger bedeuten? Könnten die Kinder dann immer noch „mal schnell zum Bäcker“ gehen? Wie könnten Senioren und Bürger ohne Auto ihre Besorgungen erledigen? Wie stünde es dann überhaupt mit Möglichkeiten zur Begegnung bei den alltäglichen Erledigungen?
Die zunehmende Bebauung und der stärker werdende Verkehr stellen wohl die größten Gefahren für unsere Lebensqualität dar. Man stelle sich vor, unser Dorfanger wäre halb so groß und ohne Teich, das Steinbachufer wäre für unsere Kinder nicht „bespielbar“, unser Schwimmbad und die Spielplätze geschlossen oder zugebaut. Keine attraktive Vorstellung, zumindest sehe ich das so.

Was tun?
Sollten wir nicht versuchen, solchen Entwicklungen entgegenzuwirken? Es geht ja nicht nur um uns, sondern um unsere Kinder und alle künftigen Generationen, denen wir die Möglichkeit bewahren wollen, Nußdorf genauso angenehm zu erleben wie wir und unsere Eltern dies schon durften.
Was können wir dafür tun? Da braucht es gar nicht so viel, „A jeda a bissal wos“. Wie wäre es, wenn alle, zumindest gelegentlich, ihre täglichen Besorgungen im Dorf erledigten, die heimischen Handwerksbetriebe in Anspruch nähmen, etwas seltener in Niederndorf „thrainierten“, usw... DAS würde genügen, davon bin ich fest überzeugt!
Text: Martin Steinbeißer... « weniger «

Naturerbe Innau

Die Nußdorfer Innauen sind aus naturschutzfachlicher Sicht und für die Dorfökologie äußerst wertvoll. Die Auwälder bilden einen wichtigen Puffer gegenüber der Autobahn und die „grüne Lunge“ des Dorfes. Hier gibt es einzigartige Biotope, viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben ... » mehr »

Naturerbe Innau

Die Nußdorfer Innauen sind aus naturschutzfachlicher Sicht und für die Dorfökologie äußerst wertvoll. Die Auwälder bilden einen wichtigen Puffer gegenüber der Autobahn und die „grüne Lunge“ des Dorfes. Hier gibt es einzigartige Biotope, viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben hier Zuflucht gefunden. Seit vielen Jahren setzen sich Nußdorfer Bürger für den Schutz der Innauen ein, schon vor Jahren haben wir einen Antrag auf Ausweisung als Naturschutzgebiet gestellt.
Durch die Konversion der Bundeswehr-Kaserne in Brannenburg wurden auch die Au-Flächen im ehemaligen Pionierübungsplatz zum Verkauf angeboten. Dem Einsatz der Parteifreien Nußdorfer ist es zu verdanken, dass diese Flächen in das Verfahren zum „Nationalen Naturerbe“ aufgenommen und vor einem Verkauf bewahrt wurden. Leider wurden die Flächen inzwischen von der Autobahndirektion Süd zurückgefordert und sollen als Ausgleichsfläche für den Ausbau der A8 herangezogen werden, ein drohender Verkauf nach der Auflösung des Bundeswehrstandortes konnte aber verhindert werden.
Auch in Zukunft werden wir uns für einen behutsamen Umgang mit dem Auwald einsetzen.
Text: Alois Linder... « weniger «

Aus dem Leben eines Türkenbunds

Ich bin ein Türkenbund. Meine Blütenblätter trage ich so, dass sie einem Turban ähnlich sehen – daher der Name. Viele von euch kennen mich wahrscheinlich gar nicht, denn mich gibt es immer seltener, nicht nur, weil meine Blütenknospen eine Delikatesse für Rehe sind. Aber da, wo ich wohne, bin ich ... » mehr »

Aus dem Leben eines Türkenbunds

Ich bin ein Türkenbund. Meine Blütenblätter trage ich so, dass sie einem Turban ähnlich sehen – daher der Name. Viele von euch kennen mich wahrscheinlich gar nicht, denn mich gibt es immer seltener, nicht nur, weil meine Blütenknospen eine Delikatesse für Rehe sind. Aber da, wo ich wohne, bin ich sicher. Ich lebe in einer kleinen WG hinten am Steinbach, dort, wo etwa die Ortsgrenze im Osten ist. Es ist wundervoll schattig hier, aber dennoch können durch den lockeren Baumbestand die wärmenden Sonnenstrahlen zu mir vordringen. Ich kann in Ruhe meine Blätter und Blüten entfalten und genügend kleine Insekten verirren sich zu mir. Daneben plätschert der Steinbach... schön ist das!
Allerdings hat man mir im letzten Jahr einen gehörigen Schrecken eingejagt: Eines Tages ratterte und quietschte es fürchterlich, riesige eiserne Krallen schoben Steine und Erdreich weg. Immer näher rückten sie. Wir fürchteten alle um unser Leben. In letzter Minute eilte jedoch eine Zweibeinerin herbei und redete auf andere Zweibeiner ein. Ich konnte verstehen, dass es um uns Türkenbunde ging und schöpfte wieder Hoffnung. Zurecht, denn unsere WG wurde nicht zerstört, sondern nur ein paar Meter umgesiedelt. Alle meine Freunde konnten zwar leider nicht mit, aber ich war gerettet. Es gibt eben doch Menschen, die wissen, wie wichtig wir sind. Naturschützer nennen sie sich. Manche von ihnen sollen auch in einer Gruppe sein, die sich die „Parteifreien“ nennt. Komischer Name, der passt eigentlich gar nicht?! Sie wollen doch für uns Pflanzen Partei ergreifen...
Text: Renate Pröbstl... « weniger «

Jung...

Was wäre unser Leben ohne Kinder? Sie sind unsere Zukunft. Damit sie glücklich aufwachsen und sich entfalten können, braucht es nicht nur die Familie, sondern ein ganzes Dorf mit gesunden Strukturen: Vereine, die Kinder- und Jugendarbeit leisten, Angebote, damit Eltern sich austauschen können, ... » mehr »

Jung...

Was wäre unser Leben ohne Kinder? Sie sind unsere Zukunft. Damit sie glücklich aufwachsen und sich entfalten können, braucht es nicht nur die Familie, sondern ein ganzes Dorf mit gesunden Strukturen: Vereine, die Kinder- und Jugendarbeit leisten, Angebote, damit Eltern sich austauschen können, Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche austoben und treffen können.
Das alles bietet Nußdorf! Viele engagierte Bürger machen durch unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz in den Vereinen unser Dorf lebendig und generationenfreundlich. Sie zeigen damit soziale Verantwortung, geben den Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten der Orientierung und stärken die Dorfgemeinschaft. An dieser Stelle sei ihnen für diese wertvolle Arbeit gedankt!
Die Gemeinde kann diese Arbeit allein gar nicht leisten. Sie kann nur Strukturen schaffen und unterstützen. So wurde auf Anregung der Parteifreien Nußdorfer der Spielplatz an der Schule mit neuen Geräten erweitert, die große Tischgruppe vor der Turnhalle wurde gekauft, die die Jugendlichen schnell als Treffpunkt annahmen. 2010 stellte die Gemeinde die Jugendpflegerin Sabrina Kühnl ein, die im Pfarrheim einen Jugendtreff für Jugendliche ab 12 Jahren aufbaute. Der Jugendtreff ist keine Konkurrenz zu den Vereinen, sondern eine Ergänzung des Angebots für Jugendliche, die nicht vereinsmäßig engagiert sind.
Mit großem Einsatz gestalteten die Jugendlichen ihre Räume, feierten dort Feste, organisierten Ferienfreizeiten. Auch der Grillplatz am alten Schulsportplatz wurde eingerichtet. Durch die Jugendleiterausbildung gewannen die Jugendlichen Sicherheit in Leitungsfunktionen, sie stellten mit der Sansibar an Festen im Dorf eine Bar mit alkoholfreien Cocktails auf.
Leider kann Sabrina Kühnl aus privaten Gründen die Jugendlichen nicht mehr betreuen. Seit einiger Zeit herrscht deshalb Stillstand im Jugendtreff. Eine neue Fachkraft für den Jugendtreff zu finden und damit die Begegnungsstätte für unsere Jugendlichen zu erhalten, stellt somit die wichtigste Aufgabe im Bereich der künftigen Jugendarbeit dar.
Text: Barbara Schiedermair... « weniger «

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1961 war ich 13 und damals ging mir folgendes durch den Kopf:
„Die Kinder müssen in den Kindergarten nach Flintsbach, die Elternlosen ins Waisenhaus, die Alten ins Heim nach Kiefersfelden und die Behinderten weiß-Gott-wohin – es kann doch nicht sein, dass ein Dorf ... » mehr »

...und alt

1961 war ich 13 und damals ging mir folgendes durch den Kopf:
„Die Kinder müssen in den Kindergarten nach Flintsbach, die Elternlosen ins Waisenhaus, die Alten ins Heim nach Kiefersfelden und die Behinderten weiß-Gott-wohin – es kann doch nicht sein, dass ein Dorf keinen Platz für diese Menschen hat! Jeder Ort müsste eine Art Sozialstation haben, die diese Gruppen auffängt und es ihnen ermöglicht, „daheim“ bleiben zu dürfen.“
Mittlerweile ist viel Zeit vergangen und die Verhältnisse haben sich zum Glück schon ein bisschen in meine erträumte Richtung entwickelt. Aber es gibt noch viel zu tun. Die Demographie lehrt uns, dass wir eine immer stärker alternde Gesellschaft mit all ihren Problemen sind. Deshalb scheint es mir wichtig, vorausschauend zu planen und ein Konzept zu entwickeln, dass alte Menschen möglichst lang in ihrem Wohnort, in ihrem Heim gut betreut und integriert statt ausgegrenzt leben können.
Es gibt bereits Gemeinden, in denen vorbildliche Projekte durchgeführt werden – von neuen Baukonzepten bis hin zu Zeitkonten für Eigenleistung im sozialen Bereich, von denen jeder Aktive profitieren kann. Hier wäre „spicken“ angesagt...
Text: Renate Pröbstl... « weniger «